So,..
nun mal eine kleine Zusammenfassung der letzten drei Tage. Da die meisten Fotos von der kleinen Kamera, die ich mit hatte, sowieso nicht besonders toll sind, wird der Artikel kurz
Naja, das Schild hier gab es jedenfalls letztes mal noch nicht, aber die Finnen wären ja wahrscheinlich eh viel zu brav, als das sie das ausprobiert hätten:

Die am Freitag gesehenen Bands waren:
- Coheed and Cambria
- Linkin Park
- Stam1na
und einige andere mal zwischendurch kurz.
Zu Coheed and Cambria kann man eigentlich nicht viel sagen, dass mag aber auch daran liegen, dass ich bisher noch nicht wirklich viel von denen gehört habe. Naja, der Sänger sah zwischenzeitlich wie ein singender Wischmob aus, anders kann man es angesichts der Menge an Haaren garnicht sagen:

Linkin Park spielte dann zwar erst eine gute Stunde nachdem die Gruppe aufgehört hat, aber wir mussten ja unseren guten Platz verteidigen. Einen besseren Platz hätte man kaum bekommen können, wir standen vor dem FOH Turm, hinter dem ersten Wellenbrecher. Davor war eh kaum Platz und die sicht wäre nicht besser gewesen. Also Umbaupause Linkin Park, man sieht schon das Schlagzeug:

Da hat es zwischenzeitlich mal richtig geregnet, aber wegbegeben konnten wir uns leider nicht
Was kann man zum Konzert sagen? Nun sie haben gut 1,5h gespielt und es war noch um einiges besser als wir es erwartet hatten. Auf CD hört sich Linkin Park ja immer ziemlich gut an (was den Anschein weckt, dass beim Mischen getrickst wird), aber Live sind sie echt kein bischen schlechter. Beide Sänger können live genauso gut singen, wie im Studio.

Auch der Übergang von schreien zu langsamen, leisen Gesang funktionierte irgendwie erstaunlich gut.
Die für mich wirklich überraschenste Stelle war die, an dem einer der beiden Sänger plötzlich das Lied “Hands held high” a cappella gesungen hat, weil ein Zuschauer ein entsprechendes Plakat hoch hielt.
Hier ist noch ein weiteres Bild, auf dem einer der Sänger eine Fellmütze und eine Augenklappe trägt, die beide aus dem Publikum rauf geworfen wurden:

Später kommt noch ein Video von Heikkis Handy. Das muss ich aber erst noch hochladen..
Zum ausklingen gab es am Ende noch Stam1na. Eigentlich etwas für die Head-Bang Fraktion, aber auf Grund zu kurzer Haare nicht praktikabel:

Sodann folgt sogleich Samstag.
Gesehene Bands waren:
- teilweise Eläkeläiset
- Apulanta
- Danko Jones
- Serj Tankian
Eläkeläiset war mir bis dato nicht bekannt und wir haben auch nur ein Stück gesehen, war aber auch nichts besonderes.
Apulanta war wieder mal klasse, wie letztes mal auch. Auf CD kann ich deren Musik nicht so viel abgewinnen, aber Live sind sie wirklich gut.
Diesmal hatten sie als “Special” Synchronsprecher für Taubstumme dabei (die beiden Frauen in rotschwarz bzw. gelb). Damit auch wirklich jeder versteht, was sie singen
Aber bei der Lautstärke in der sie spielen ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass sie schon eine Reihe Hörstürze verursacht haben:

Es wurde auch ein Musikvideo für ein Lied gedreht, daher dürften in nächster Zeit ganz gute Stücke dieses Konzerts im Internet landen. Hier schonmal das Lied zu dem das Musikvideo gedreht wurde, vom FOH Turm aus gefilmt:
Wir stande übrigens wieder da, wo wir auch bei Linkin Park standen, also wieder super sicht auf die Bühne.
Zu Danko Jones braucht man eigentlich auch nicht viel zu sagen, außer dass er sich und seine Wichtigkeit vielleicht etwas überschätzt und sich auf der Bühne in etwa so verhält wie Matt Damon in Eurotrip wenn er “Scotty doesn’t know” singt (Alle die den Film gesehen haben wissen was ich meine).
Die Musik ist an sich nicht schlecht, aber auch nichts, was man sich unbedingt gezielt anhören möchte.
Von der Art her müsste er aber viel bekannter sein, alleine weil die Musik sich schon fast wie Popmusik anhört (ok, vielleicht auch nicht).
Serj Tankian war wiederum sehr interessant, alleine schon deswegen, weil er der Sänger von System of a Down ist. Eigentlich hatten wir mit 1,5h ins Mikro schreien gerechnet, was teilweise auch zutraf. Allerdings kann er auch richtig gut singen.
Er hat einen sehr verrückten Stil, aber schlecht ist er definitiv nicht:

Die interessanteste Stelle des Konzerts war wohl die an der er “Praise the Lord and Pass the Ammunition” gesungen hat, gefolgt von ein paar deftigen Kommentaren über Bush und das Verhalten der USA gegenüber anderen Ländern. Allerdings äußerte er auch die Hoffnung, dass sich dies im Herbst hoffentlich ändern würde, da ja nun schon einige Leute aufgewacht wären und sich von der dummen Masse absetzten.
Am Ende des Konzerts gab es dann noch ein Feuerwerk, anlässlich des 30. Provinssirocks. Das Timing war ziemlich genial, da alle Zuschauer vor der Mainlandstage sich schon umgedreht hatten und gehen wollten als plötzlich der erste Effekt explodierte:

Sonntag war ich ja alleine auf Provinssi, und habe auch meine Kamera vergessen, daher nur ganz kurz. Fotos von den Foo Fighters kommen später vllt. noch, weil Hanna welche gemacht hat, die noch auf der Kamera von ihr sind.
Gesehen habe ich:
- Billy Talent
- Mokoma
- Foo Fighters
Billy Talent ist live nicht besonders gut, da hören sich die Stücke aus der Konserve besser an (wobei ich sie auch da nicht besonders gut finde). Man merkt einfach, dass der Sänger nur schreien kann. Wenn er anfängt richtig zu singen, dann wird die Stimme total eintönig.
Zwischen Billy Talent und den Foo Fighters habe ich mir dann in der Umbaupause Mokoma angesehen.
Die Gruppe lässt sich wohl am ehesten dem Genre Death Metal zuordnen, so hörte es sich jedenfalls an.
Die Foo Fighters waren wirklich gut, eigentlich besser als ich erwartet habe. Nach eigenen Angaben war es das erste Konzert überhaupt in Finnland, würde mich aber auch nicht wundern, wenn das stimmt.
Sie haben dann letzendlich 2 Stunden gespielt, ein ziemlich guter Abschluss für ein Open Air.